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Augenoptiker als Beruf
Liebe zum Detail, Sinn für Ästhetik.
Neu : Interaktive Berufsberatung ist online
Ganz schön vielseitig, der Job.
Wenn Sie sich für
den Beruf des Augenoptikers entscheiden, treffen Sie eine gute Wahl. Denn
dieser Beruf bietet mehr als nur eine Tätigkeit. Sie sind zugleich
Techniker, Psychologe, Physiker, Handwerker, Designer, Mode- und Typberater
sowie Kaufmann. Sie sind handwerklich tätig und kommen mit vielen Menschen
zusammen.
Was Sie brauchen:
Ein guter Hauptschulabschluss ist Vorbedingung. Hinzu kommen als
Voraussetzungen naturwissenschaftliche Begabung und technisches Verständnis,
Sinn für Ästhetik und Einfühlungsvermögen.
Besonders Absolventen von Realschulen, Fachoberschulen und Gymnasien
erfüllen die fachlichen Anforderungen in der Aus- und Fortbildung.
Einstieg zum
Aufstieg
Die Vielseitigkeit,
die der Augenoptikerberuf bietet, will gelernt sein. Vor der Gesellenprüfung
liegen drei Jahre Ausbildung in Betrieb, Berufsschule und überbetrieblicher
Ausbildungsstätte.
Wenn Sie danach Augenoptikermeister
werden wollen, stehen Ihnen verschiedene Wege offen:
Weiterlernen an der Höheren Fachschule in Köln und an der Fachakademie
München.
Alternativen: Nach bestandener
Gesellenprüfung können Sie sich in berufsbegleitenden
Vorbereitungslehrgängen (Abendkurse) auf die Meisterprüfung vorbereiten. Sie
können auch studieren: Seit 1982 gibt es einen Studiengang Augenoptik an der
Fachhochschule Aalen, seit 1997 an der Fachhochschule Jena und 1998 startete
die Technische Fachhochschule Berlin mit einem Studiengang Augenoptik.
Abschluss ist Diplom-Ingenieur Augenoptik (FH). Die Studiendauer beträgt
acht Semester. Voraussetzung ist neben der bestandenen Gesellenprüfung die
Fachhochschulreife.
Im vereinten Europa wird dieser Abschluss auch bei unseren europäischen
Nachbarn problemlos anerkannt.
Fit im
Handwerk...
...und in der Kundenberatung.
Augenoptik ist ein
dienstleistungsorientiertes Gesundheitshandwerk. In der täglichen Praxis des
Augenoptikers wird die individuelle Kundenberatung neben dem handwerklichen
Können immer wichtiger. Der Kunde will wissen, welche Qualitäts- und
Funktionsunterschiede es bei den Brillengläsern gibt. Es gibt organische
oder mineralische Gläser, Ein-, Zwei-, Dreistärkengläser und
Gleitsichtgläser.
Veredelungen und Zusatzleistungen sind immer mehr gefragt. Das sind zum
Beispiel Tönungen und Entspiegelungen.
Mode-, Typ- und Stilberatung bei der Fassungs- und Gläserauswahl sind
wichtig, um für den Kunden eine typgerechte und zu ihm passende Brille zu
finden.
Kurzum: In einem Augenoptiker- Fachbetrieb müssen Sie fit sein im Handwerk
und kompetent in der Kundenberatung.
Der
Augenoptiker:
Kompetenz für gutes Sehen.
Rund 80 Prozent aller für
uns wichtigen Informationen nehmen wir über unsere Augen auf. Im
Straßenverkehr sind es sogar über 90 Prozent.
Fast zwei Drittel der deutschen Bevölkerung sind fehlsichtig und benötigen
eine Brille oder Kontaktlinsen.
Spätestens mit 45 Jahren braucht fast jeder Mensch ein Brille zum Lesen. Der
Augenoptiker ist daher ein wichtiger Ansprechpartner, wenn es um das gute
Sehen geht.
Er muss beim Kunden Vertrauen wecken und mit höchster Präzision und Sorgfalt
Gläser und Fassung zu einer passenden Brille zusammenbringen. Zur fachlichen
Qualifikation des Augenoptikers gehört unter anderem:
Der Augenoptiker muss aus über einer Million optischer Wirkungsmöglichkeiten
von Brillengläsern für jeden Kunden die individuell optimale Lösung finden.
Die optometrische Dienstleistung beim Augenoptiker geht aber weiter:
Augenoptiker führen eine Vielzahl von Tests durch. Das sind zum Beispiel
Testung von Kontrast- und Blendempfindlichkeit, Dämmerungssehen, räumlichem
Sehen und Farbensehen.
Bei der Ermittlung der optimalen Korrektionsbrille, sowie bei der
handwerklichen Anfertigung der Brille, helfen Ihnen als Augenoptiker moderne
Einrichtungen und High-Tech-Geräte zur optimalen SEHBERATUNG der Kunden. Nur
ständige Weiterbildung auch auf diesem Gebiet kann hier verlässliches Wissen
und Erfahrung bringen.
Die Aussichten
sind gut.
Im Durchschnitt hat jeder
erwachsene Bundesbürger 1,7 voll funktionstüchtige Brillen. Viele
Brillenträger sind also über ihre erste noch nicht hinausgekommen. Aber: Es
zeichnet sich deutlich der Trend zu Brillen für verschiedene Gelegenheiten
ab. Modische Gesichtspunkte und funktionelle Erfordernisse, zum Beispiel in
der Freizeit, werden dabei berücksichtigt.
Auch im Trend liegen Kontaktlinsen, denn nahezu alle Fehlsichtigkeiten
können auch durch Kontaktlinsen ausgeglichen werden.
Sie sehen: Jeder, der seinen Einsatz in den Dienst des guten Sehens und
Aussehens stellt, kann mit Bedarf und Nachfrage rechnen, die sein Engagement
fordern.
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